1 Platz für Quad und Cross Teammitglied Andre´ und für eine Herkules Hurricane 320 S beim Quad-Parallel-Race!

Rennbericht ADAC-Quad-Parallel-Race-Schleswig-Holstein, 5. Lauf in Kellinghusen, 12.07.2009

Es war schon Sonnabend Nachmittag, als Jörg Heidenreich (Firma Quad und Cross, Hamburger Herkules-Vertragshändler) mir offerierte, am darauffolgenden Tag mit einer Adly Hurricane 320 S beim ADAC-Quad Parallel-Race zu starten.

Beim Quad-Parallel-Race handelt es sich um eine Kombination aus Trial und Race. Man durchfährt einen durch Trial-Stangen ausgesteckten Geländeparcours auf Zeit. Die Wertungszeit ergibt sich aus der Addition der Fahrzeit und der Fehlerpunkte (umgefahrene Trial-Stangen, abgeworfene Trial-Kugeln etc.). Nahezu alle Fahrer des Quad und Cross Racing-Teams haben hier ihre Wurzeln und nehmen regelmäßig an allen Veranstaltungen dieser Serie (8 Rennen pro Jahr) teil.

Eigentlich erschien es mir als absolute „Schnapsidee“ mit einem mir völlig unbekannten Fahrzeug und ohne die Möglichkeit, es vorher im Parcours zu testen, an den Start zu gehen. Andererseits sprachen die Papierdaten absolut für die Hurricane 320 S: Eine Fahrzeugbreite von ca. 116 cm (bei einer geforderten Mindestbreite von 115 cm in der Klasse 6) ist schon sehr nah am Optimum. Auch das Reduktionsgetriebe der Adly erschien mir sehr vorteilhaft. Also war die Entscheidung schnell gefallen, wir würden den Renneinsatz mit der Hurricane 320 S versuchen.

Für den Sonntag war den ganzen Tag Regenwetter angesagt. Groß war unsere Freude, dass es zumindest morgens noch trocken war. An der Strecke „Am Neuen Kamp“ angekommen, nahmen wir zunächst den Parcours in Augenschein.

Die Quad-Racer vom AC-Kellinghusen, um unser Team-Mitglied Thomas, hatten ganze Arbeit geleistet. Die hervorragend ausgesteckte und präparierte Strecke bot uns höchste Schwierigkeitsgrade und sehr „kniffelige“ Passagen.

Insgesamt waren 47 Fahrer in den verschiedenen Klassen am Start.

Während die Juniorklassen sich bereits im Rennen befanden, ergab sich für mich die Gelegenheit die Adly noch einem Fahr-Test im Gelände zu unterziehen. Auch unsere beiden Team-Youngster (Tobias und Bengt Ole) ließen es sich nicht nehmen, das neue Quad ausgiebig zu testen.

Wir drei waren uns sehr schnell einig:

  • Hervorragende Ergonomie des Fahrzeuges durch eine perfekt passende Anordnung von Lenker, Fußrasten und Bedienelementen
  • Erstaunliche hohe Motorleistung bei sehr gleichmäßiger Leistungsabgabe über das gesamte Drehzahlband
  • Die serienmäßige Ausstattung der Hurricane 320 S mit einem Reduktionsgetriebe ermöglicht eine perfekte Anpassung der Geschwindigkeit an die Erfordernisse des Parallel-Race
  • Auf den ersten Blick bereitete uns der relativ geringe Lenkeinschlag der Vorderräder doch ein wenig Kopfzerbrechen. Dieses sollte sich später im Rennen aber als völlig unproblematisch erweisen

Rennbericht ADAC-Quad-Parallel-Race-Schleswig-Holstein, 5. Lauf in Kellinghusen, 12.07.2009

Voller Zuversicht ging es dann nachmittags - es regnete inzwischen in Strömen - auch für mich endlich an den Start. Die Eindrücke des Fahr-Test vom Vormittag bestätigten sich in hervorragender Weise. Selbst der etwas größere Wendekreis verlor seinen Schrecken. Die Herkules Hurricane 320 S ließ sich im Untersetzungsgang und mit leichter Gewichtsverlagerung nach vorne Zentimetergenau um den Parcours driften.

Schon nach dem ersten Wertungslauf hatte ich das Gefühl, dass es für die Adly und mich heute sehr weit nach vorne gehen könnte. Die weiteren Wertungsläufe absolvierte die Adly problemlos und ohne mich vor irgendwelche Überraschungen zu stellen. Der letzte Wertungslauf gelang dann sogar ohne einen einzigen Strafpunkt.

Groß war unsere Freude, als ich dann bei der Siegerehrung den Pokal für den ersten Platz überreicht bekam.vDie Herkules Hurricane 320 S hat mich beim Einsatz im Quad-Parallel-Race vollständig überzeugt. Die hohe Motorleistung und die gleichmäßig verlaufende Leistungsentfaltung sind hervorragend. Dadurch sollte es mit diesem Quad selbst in den VKP-Klassen der Holsteiner Quad-Cross-Serie sehr weit nach vorne gehen können.

Bericht: André Scheffler